Gespräch wegen der Kürbisse / Theater praesent

Anna und Elisabeth sind Freundinnen. Beste Freundinnen. Oder zumindest waren sie das mal. Nach langer Zeit treffen sie sich an einem distopisch anmutenden Ort und tauschen sich aus, über den letzten Urlaub, die Arbeit, die Familie. Wo sie sind und was sie dort tun, ist nur eine der Fragen, die man sich bald stellt. Ein Riss zieht sich durch die Unterhaltung und steigert sich zu einem absurd-groteskem Schlagabtausch, es wird merkwürdig unangenehm. Heiße Diskussionen über die Rüstungsindustrie, den Mossad, Weltraummüll und Leichen im Mittelmeer mischen sich in die Freundschaft ein, Realität und Fiktion verschwimmen. Doch an der Grenze zum Irrsinn liegt viel Wahrhaftigkeit und wer am Weg das Ziel verliert, sollte einfach drüber lachen.

„Gespräch wegen der Kürbisse“ ist das Gewinnerstück der Autorentage Berlin 2016. Jakob Nolte zeichnet in seinem „Fest für zwei Schauspielerinnen“ die Miniatur einer neurotischen Gesellschaft, enthüllt und verhüllt mit kleinen Lügen und großen Wünschen private Ängste und politische Tragödien. Sein surrealer Kürbis-Plausch dreht sich um unser aller Unsicherheiten in einer schonungslosen Welt.

MIT Elena Maria Knapp und Margot Mayrhofer
REGIE Julia Jenewein
BÜHNE und KOSTÜM Katharina Ganner
PRODUKTIONSLEITUNG Julia Jenewein

Schauspiel

Ort: Hauptbühne, Hauptplatz Villach
Termin: FR 9. Juli, 21 Uhr
Mehr Infos: http://theater-praesent.at