Liwûna und Kaidôh – VADA

Astraler Seelenroman von Paul Scheerbart

Kaidôh fliegt durch das Weltenall und trifft auf Liwûna, doch sie ist nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus einem viel feineren Stoff, der Luft dagegen plump wirken lässt!
Sie schweben zusammen durch Zeit und Raum… Wohin? – Das weiß er nicht. Er weiß nur, dass er sucht… Wonach? – Das lässt sich vielleicht nicht in Worte fassen.
In einem sehr fein gesponnenen Netz aus Sprache und Tanz versucht der Balletttänzer und Schauspieler Boris Randzio dem Zauber dieser Begegnung auf den Grund zu spüren.
Die phantastische Novelle Liwûna und Kaidôh von Paul Scheerbart bietet den literarischen Angelpunkt für diesen Abend.
“Das Eigene müssen wir vergessen – aus uns herauskommen – nur dadurch kommen wir in uns hinein. Eine sehr drollige Geschichte – aber auch eine sehr ernste – so schauerlich ernst wie der Unsinn, der uns als Wahrheit erscheint.”

Info Scheerbart:
Paul Scheerbart (1863-1915) gehört zu den unterschätztesten und unbekanntesten Literaten überhaupt. Laut Erich Mühsam der «humorvollste Phantast und der phantasievollste Humorist der modernen deutschen Literatur». Er ist unter anderem Vater der deutschsprachigen Science-Fiction, Generalconstructeur der Glasarchitektur, Directeur des Kosmischen Theaters, Erbauer des Perpetuum mobile, erster Lautdichter, Schöpfer des Wortes Expressionismus, Verlacher des Militarismus, Entfacher des vadaistischen Appetits und ewig Dein oller Paulemann.

Inszenierung, Tanz und Schauspiel: Boris Randzio
Kostüm: Louise Flanagan
Musik: Francis Harris – Dangerdream (How Che Guevara ́s Death & Bob Dylan ́s Life Milittarized Brigate Rosse) 14min Stücklänge insgesamt: ca. 55min

Tanz

Ort: Raum 17
Termin: 8. Juli, 19 Uhr
Mehr Infos: http://vada.cc